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Acetonitril-Knappheit – 1 mm ist viel...

Der HPLC-Tipp 02/2009 von Dr. Stavros Kromidas, Saarbrücken

Der Fall

Ende letzten Jahres kam unerwartet ein großes Problem auf uns zu: ACN-Knappheit. Da das Problem hinreichend bekannt ist, möchte ich nicht auf Details eingehen, vielmehr wollen wir uns über mögliche Auswege unterhalten. Ob dieser Engpass lang anhält oder ob bei einem Abebnen der aktuellen wirtschaftlichen Krise die Situation entschärft wird, weiß zur Zeit niemand. Wie auch immer, wäre spätestens jetzt der richtige Zeitpunkt, sich um Lösungsmittelverbrauch in der HPLC im Allgemeinen und ACN im speziellen Gedanken zu machen. Welche Möglichkeiten gibt es nun, den ACN-Verbrauch zu vermeiden oder wenigstens zu senken?

Die Lösung

Nachfolgend werden mögliche Lösungsansätze mit kurzer Stellungnahme/Kommentierung vorgestellt:

Das Fazit

In nahezu jedem HPLC-Labor besteht wegen der ACN-Knappheit Handlungsbedarf. Die „richtige“ Antwort auf dieses Problem hängt naturgemäß von der aktuellen Laborsituation und den Möglichkeiten vor Ort ab. Eine Verringerung des Säuleninnendurchmessers von 4,6 mm auf 3 mm führt zu einer Eluentenersparnis von ca. 60%, von 4 mm auf 3 mm zu einer Ersparnis von immerhin ca. 45%. Ein Wechsel ist ein Gedanke Wert zumal heute viele Füllmaterialien in diversen Säulendimensionen angeboten werden und die ACN-Preise in die Höhe geschnellt sind. Dieses „1 mm“ führt zu einer knapp 50%igen Senkung der Logistik-, Lager-, Verbrauch- und Entsorgungskosten.

(1) Quelle: Kursunterlagen der NOVIA Chromatographie und Messverfahren GmbH